Bitcoin-Enthusiast versendet Tagebuch über Blockstream-Satellit

Blockstream scheint zu funktionieren. Seit über einer Woche verschickt ein unbekannter Bitcoin-Enthusiast sein Tagebuch über den Blockstream-Satelliten. Was steckt hinter der mysteriösen Figur?

Es gibt einfache und es gibt aufwendige (aber dafür aufregende) Methoden zu kommunizieren. Von letzterer Möglichkeit macht neuerdings ein mysteriöser Bitcoin-Fan Gebrauch, der sich als Software-Entwickler outet und aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion zu stammen scheint. Seit ein paar Tagen schickt der anonyme Absender Nachrichten durch den Äther, die die Herzen der Bitcoin-Gemeinde höher schlagen lassen.

Auf die verworrene Figur machte zuerst der Twitter-Nutzer @notgrubles aufmerksam. Gut so, hatte der Absender doch befürchtet, dass seine Nachrichten nie einen Adressaten finden könnten.

Am siebten Tage hat „Post-Soviet Person“, wie der Entdecker seinen mysteriösen Freund getauft hat, nicht geruht, sondern einen Hundewelpen gestreichelt.

Bitcoin ohne Internet
Blockstream scheint also bereits zu funktionieren. Das Unternehmen um den Gründer und Cypherpunk Adam Beck hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bitcoin auch in die entlegenen Regionen dieser Erde zu bringen. Dafür nutzt das Unternehmen einen Satelliten, der Nodes am Erdboden mit der Blockchain synchronisiert – ganz ohne Internetverbindung. Dass es sich dabei nicht um Science Fiction handelt, beweist das venezolanische Entwicklerteam rund um Locha Bitcoin.

Acht Prozent der Ethereum-Knoten befinden sich in Singapur

Die Vertrauenswürdigkeit der Blockchain wird durch die Knoten gewährleistet, die Transaktionen überprüfen. Diese Knoten, die über die ganze Welt verteilt sind, tragen dazu bei, die digitalen Währungen dezentral zu halten. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Knoten gleich verteilt sind.

Laut den Daten vom 20. Februar von Bitnodes gibt es weltweit 10.464 Bitcoin-Knoten, die in 115 Ländern verteilt sind. Nachfolgend sind die 10 Länder mit der größten Anzahl von Bitcoin-Knoten aufgeführt.

In diesen relativ frühen Tagen in der Geschichte von Bitcoin ist die Verteilung der Knoten noch immer in den Vereinigten Staaten und Europa konzentriert. Bei genauerer Betrachtung der Daten ergeben sich jedoch überraschendere Details. Singapur, das nur 5 Millionen Einwohner hat, verfügt über 319 Bitcoin-Knoten. Diese Zahl ist nicht viel kleiner als die 371 Knoten in einem riesigen Land wie China.

Noch interessanter ist die Knotenverteilung von Ethereum, zumindest nach Daten aus Etherscan.

Es gibt 7.707 Ethereumknoten auf der Welt. Die Vereinigten Staaten dominieren immer noch. Aber Singapur hat 632 Vollknoten, sogar mehr als China, das nur 548 hat. Auch Japan und Südkorea treten auf und zeigen ihren Status als aufstrebende Stars der Kryptowelt.

Nur zum Spaß haben wir uns auch Tron-Knoten angesehen: https://tron.network/, Es gibt jetzt 1138 Knoten. Singapur rangiert mit 68 Knoten auf Platz fünf.

Singapurs Ranking unter den Top-10-Knotenpunkten für Bitcoin, Ethereum und Tron hängt wahrscheinlich mit dem herzlichen Empfang der Blockchain-Technologie in Singapur zusammen. Die Knotenverteilung spiegelt die Einstellung der verschiedenen Länder zur Kryptowährung wieder.

5 Dinge, die jeder Bitcoin-Anfänger kennen sollte

Keine Ahnung von Kryptowährungen? Macht nix. Im Folgenden einige der wichtigsten Konzepte, wenn es um Bitcoin und andere Kryptowährungen geht.

Achtung: Die folgenden Zeilen ersetzen weder eine eigene Recherche noch wollen und können sie in irgendeiner Weise vollständig sein. Es sind lediglich fünf Konzepte aus dem Bereich der Kryptowährungen, die jeder kennen sollte, der sich mit dem Thema auseinandersetzt.

FOMO – Die Angst, etwas zu verpassen

Gerade, wenn die Kurse – wie zuletzt Ende 2017 – explodieren, werden Menschen nervös: „Hätte ich doch gestern eingekauft, hätte ich vielmehr Gewinn gemacht“. Im schlimmsten Fall kauft man dann noch beliebige Token, ohne sich darüber zu informieren. Das Konzept dahinter heißt FOMO und steht für die Angst, etwas zu verpassen (Fear of Missing Out).

Mein Tipp: Tief durchatmen und informieren.

FUD – Angst, Unsicherheit und Zweifel

Ebenso ungesund wie FOMO. Angst, Unsicherheit und Zweifel treten gerade auf, wenn die Kurse plötzlich einbrechen. Dann denkt man sich: Schnell, ich muss verkaufen, bevor es noch schlimmer wird. Und wenn dann noch Negativ-Schlagzeilen dazu kommen, ist es für viele ganz schnell vorbei.

HODL, HODL, HODL

Der Ausweg von FUD und FOMO: einfach durchhodln. Die Idee dahinter: Seine Bitcoin einfach in der digitalen Brieftasche behalten (hold), statt sie panisch zu verkaufen.

Mein Tipp: Besser als FUD und FOMO, schlechter als sich Analysen anzuschauen, sich in die Thematik einzulesen und rationale Entscheidungen zu treffen. Im Zweifelsfall: machen.

Passt auf mit den Shitcoins!

Aktuell listet Coinmarketcap insgesamt 2.072 Kryptowährungen, die Dunkelziffer ist ungewiss. Teilweise erkennt man schon an den Namen, dass es nicht gerade seriöse Projekte sind. Oder würdet ihr in HollyWoodCoin, TrollCoin oder PonziCoin investieren? Hoffentlich nicht.

Pump & Dump: Im Zweifelsfall kann es ganz schnell gehen

Was im regulierten Finanzwesen verboten ist, ist im Bitcoin-Ökosystem kein Problem. Das Prinzip: Einige Menschen verabreden eine bestimmte Uhrzeit und Datum, an dem sie in kurzer Zeit sehr viel Geld in ein Projekt stecken (Pump). Damit treiben sie den Preis hoch. Dann warten sie, bis andere darauf aufmerksam werden und verkaufen ihre Token wieder, der Preis fällt (Dump). Sie setzen dabei vor allem auf FUD, FOMO und Shitcoins. Zurück bleiben wenige, die sich bereichern konnten, und sehr viel mehr, die geleimt sind. Verabredungen finden in Messengern, vornehmlich Telegram statt.

Mein Tipp: Finger weg. Sonst: Geld weg.