Was ist Proof-of-Work?

Der Proof-of-Work Mechanismus ist eine Form der sogenannten Konsens-Mechanismen, um im Netzwerk einen Konsens zu erzielen und sich gemeinsam auf eine identische Version der Blockchain zu einigen.

Wozu benötigt man Proof-of-Work?

Das Grundprinzip von Proof-of-Work basiert auf der Idee, dass Miner im Netzwerk nachweisen müssen, dass sie einen gewissen Aufwand aufgebracht haben. Auch für den E-Mail Versand wurden früher Proof-of-Work Mechanismen eingesetzt, um Spam zu verhindern. Um eine E-Mail zu versenden, musste der Sender vereinfacht gesagt zusätzliche Berechnungen durchführen. Da die Maschinen in ihrer Rechenkapazität beschränkt waren, ist es notwendig gewesen, hohe Investitionen tätigen, um die Berechnungen durchzuführen und letztlich E-Mails zu versenden. Dadurch sollten die Kosten zum Versenden von E-Mails hoch genug sein, dass sich der Versand für Spammer nicht mehr lohnt. Denn der Empfänger einer E-Mail konnte auf einfache Art prüfen, ob die Berechnungen korrekt durchgeführt wurden, während die Berechnungen für den Sender mit einem gewissen Aufwand verbunden waren.

Die Idee hinter der Blockchain ist, ein dezentrales Transaktionsbuch zu speichern. Daraus ergibt sich ein Vertrauensproblem, da viele Teilnehmer des Netzwerks in der Regel auf eine zentrale „trusted party“ vertrauen müssen. Um diesen unerwünschten Nebeneffekt zu umgehen, nutzt man Konsens-Algorithmen, die es ermöglichen, dass jeder Teilnehmer prüfen kann, ob seine Blockchain den Regeln entspricht.

Wie funktioniert Proof-of-Work bei einer Blockchain?

Das durchführen eines Proof-of-Work Mechanismus bzw. das Berechnen der Ergebnisse bezeichnet man im Kontext von Blockchains als „Mining“. Die Miner versuchen dabei, durch milliardenfache Ausführung von Rechenoperationen, ein Ergebnis mit bestimmten Eigenschaften zu finden. Haben Sie ein solches Ergebnis getroffen, werden Sie vergütet.

Der Prozess einer Transaktion, die in das Netzwerk gepusht wird, sieht bis zur Bestätigung wie folgt aus:

  1. Transaktionen werden in einen Block zusammengefasst
  2. Die Miner prüfen, ob diese Transaktionen legitim sind, indem sie die Proof-of-Work Berechnungen durchführen
  3. Der erste Miner, der die Lösung gefunden hat, erhält die Block-Vergütung
  4. Die validierten Transaktionen werden in Form des Blocks an die Blockchain angehängt

Wie genau funktionieren die Proof-of-Work Berechnungen?

Die Miner nutzen Hashfunktionen, also mathematische Funktionen, die aus einer Zeichenkette beliebiger Länge eine Zeichenkette fester Länge erzeugen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass ein Ergebnis mit gewissen Eigenschaften gefunden werden muss, die sich aus der Hashfunktion ergeben.

Was sind Smart Contracts?

Smart Contracts gelten als richtungsweisende Technologie, mit der bürokratische Strukturen abgebaut werden könnten. Aber worum handelt es sich bei smarten Verträgen überhaupt?

Zukunftstechnologie Smart Contracts

Die Zukunft der Blockchain-Technologie, die allen Kryptowährungen zugrunde liegt, ist anderswo zu verorten. Seit einigen Monaten haben auch große Finanzinstitute vermehrt Interesse an Blockchains gezeigt. Nicht weil sie eigene Kryptowährungen auf den Markt bringen wollen, sondern aufgrund anderer Blockchain-basierter Technologien – allen voran Smart Contracts.

In Smart Contracts wird eine vertragliche Regelung als Code aufgeschrieben, der einer konditionalen Logik folgt, das heißt sie folgen einem „Wenn-Dann“- Muster: werden bestimmte Voraussetzungen erfüllt, tritt automatisch eine bestimmte Vertragsklausel in Kraft. Während üblicherweise dritte Instanzen, wie zum Beispiel Anwälte dafür garantieren, dass ein Vertrag eingehalten wird, sorgt bei Smart Contracts die Technologie für die Einhaltung des Vertrags – es muss also keine vermittelnde Institution zwischengeschalten werden, um Vertrauen zwischen den Vertragspartnern zu gewährleisten.

Befürworter von Smart Contracts erhoffen sich von der Technologie eine Erleichterung von Geschäftsvorgängen und Vertragsabwicklungen sowie eine höhere Vertragssicherheit. Darüber, wie genau Smart Contracts technisch umgesetzt werden sollten, herrscht allerdings noch Uneinigkeit.

Derzeit hat sich vor allem die Blockchain Ethereum als Plattform für Smart Contracts hervorgetan. Das liegt in erster Linie daran, dass die älteste und größte Blockchain Bitcoin nicht für den Einsatz von Smart Contracts geeignet ist, weil sie in einer Programmsprache geschrieben wurde, die nicht Turing-vollständig ist.

Die Blockchain Ethereum dient einerseits als Plattform für die Kryptowährung Ether, andererseits können über die Blockchain Smart Contracts angelegt, verwaltet und ausgeführt werden. In Ethereum existieren Smart Contracts als Accounts, die jenen der Nutzer (den User Accounts) gleichen, die aber nicht über einen privaten Key kontrolliert werden, sondern vom Code, der in ihnen enthalten ist.

Man kann mit diesen Smart Contracts kommunizieren, wie mit jedem anderen Account, der Vertrag selbst kann aber, nachdem er einmal angelegt ist, nicht mehr verändert werden. Das macht ihn auf der einen Seite – soweit er keinen Fehler enthält – immun gegen Hackerangriffe von außen. Auf der anderen Seite kann kein Fehler im Code nachträglich verändert werden. Ist der Vertrag fehlerhaft, können also womöglich große finanzielle Schäden entstehen, wenn eine Sicherheitslücke ausgebeutet wird.

Binance

Die Exchange Binance ist erst im Juli 2017 nach einem erfolgreichen ICO (Initial Coin Offering) live gegangen. Mittlerweile gehört Binance zu den 4 größten Exchanges weltweit neben Bitfinex, Bittrex und Bithumb. Leider können wir Europäer, ähnlich wie auf den anderen 3 großen Exchanges, allerdings keine Einzahlungen in CHF oder Euro vornehmen. Wer also auf Binance handeln möchte muss Bitcoins oder eine andere Kryptowährung zu Binance schicken und kann dann damit Altcoins (Ethereum, Litecoin, Ripple, IOTA, etc.) kaufen.

Binance eignet sich daher nur für den Handel mit Altcoins, wer einfach nur Bitcoins und Ethereum kaufen will ist bei Coinbase wesentlich besser aufgehoben. Aufgrund der Vielzahl an Altcoins, die auf Binance handelbar sind, gehört Binance mittlerweile zu den beliebtesten Exchanges. Mittlerweile ist die Webseite von Binance auch auf deutsch verfügbar.

Anmeldung und Registrierung
Die Anmeldung bei Binance ist ziemlich einfach, denn ihr müsst euch nicht groß verifizieren um auf der Plattform zu handeln. Alles was ihr machen müsst ist eure Email eingeben und ein Passwort. Anschließend müsst ihr eure Email Adresse noch bestätigen und das war es dann schon.

Mit der einfachen Anmeldung habt ihr allerdings ein 24h Abhebungslimit von 2 Bitcoins. Wer sich verifiziert kann bis zu 100 Bitcoins pro Tag bei Binance abheben. Ansonsten könnt ihr aber auch komplett ohne Verifizierung handeln.

Kaufprozess und Zahlungsarten
Wie bereits erwähnt könnt ihr auf Binance Kryptowährungen nicht gegen CHF oder US Dollar kaufen. Wenn ihr also eine Kryptowährung auf Binance kaufen wollt müsst ihr sie entweder gegen Bitcoin, Ethereum, Tether oder Binance eigenen Token BNB kaufen. Das gleiche Problem gibt es aber auch auf anderen Exchanges wie Bitfinex, auch dort werden die meisten Kryptowährungen nur gegen Bitcoin und Ethereum gehandelt.

Um jetzt Kryptowährungen auf Binance zu kaufen zahlt ihr also am einfachsten Bitcoins bei Binance ein. Dazu klickt ihr oben im Menü auf Mittel und dann Einzahlungen und Abhebungen. Anschließend seht ihr eine lange Liste mit allen Kryptowährungen die auf Biannce gehandelt werden. In der Liste wählt ihr dann Bitcoin (BTC) aus und klickt auf „Einzahlen“. Wenn ihr das gemacht habt öffnet sich ein Feld und ihr bekommt eine Bitcoin Adresse angezeigt. Zu dieser müsst ihr eure Bitcoins schicken. Das kann je nach Auslastung des Bitcoin Netzwerkes zwischen 10 Minuten und ein paar Stunden dauern. Wenn die Bitcoins angekommen sind bekommt ihr sie als verfügbares Guthaben angezeigt.

Sobald die Bitcoins euch gutgeschrieben sind könnt ihr im Menü oben auf Börse klicken und dann auf Basic: Dadurch öffnet sich die folgende Seite.

Wie ihr seht ist selbst die „Basic“ Trading Seite schon sehr professionell aufgebaut. In der Box oben rechts könnt ihr dann auswählen, welche Kryptowährung ihr traden wollt und gegen was. Ihr könnt also zum Beispiel oben auf BTC klicken (neben „Favorites“) und dann in der Liste auf IOTA. Dann bekommt ihr den Kursverlauf von IOTA gegen BTC angezeigt. In den Feldern unter dem Chart könnt ihr dann IOTA „Kaufen“ oder „Verkaufen“

 

Lagerung der Coins
Binance ist noch eine sehr junge Plattform daher ist über die Sicherheit noch nicht viel bekannt. Alle gekauften Coins werden nach dem Kauf automatisch in euer Wallet auf Binance transferiert. Von da aus könnt ihr sie problemlos auf ein eigenes Wallet schicken. Auf jeden Fall solltet ihr die 2 Faktor Authentifizierung für den Login aktivieren. Damit sich niemand nur mit eurem Passwort einloggen kann.

Fazit
Binance ist vor allem auf Grund der Vielzahl der Kryptowährungen die angeboten werden interessant. Diese müsst ihr allerdings gegen Bitcoin oder Ethereum handeln. Also braucht ihr noch irgendwo eine andere Plattform auf der ihr problemlos Bitcoins und Ethereum kaufen und verkaufen könnt gegen Fiat Geld (z.B. Coinbase). Für Binance spricht das sehr hohe Handelsvolumen und das die Webseite mittlerweile sogar in deutscher Sprache verfügbar ist.

Bitcoin Paper Wallet

Viele Nutzer von Bitcoin ziehen es vor, ihre privaten Schlüssel in einem Cold Storage, also offline ohne Internetverbindung zu speichern. Dies ist eine der sichersten Methoden, seine privaten Schlüssel vor Angriffe von Drittpersonen zu schützen. Nun das Internet birgt immer Gefahren, deshalb versetzt man sich nun einige Jahrzehnte zurück und schreibt diese privaten Schlüssel auf ein Papier. So ist es über das Internet unmöglich an diese privaten Schlüsseln einer Bitcoin Wallet zu gelangen.

Wie erstelle ich eine Bitcoin Paper Wallet?

Eine Bitcoin Paper Wallet kann über verschiedene Webseiten generiert werden. Ich benutze Bitaddress dafür. Eine Paper Wallet ist an sich sehr sicher. Lediglich bei der Generierung ist der private Schlüssel in digitaler Form abrufbar. Um zu verhindern, dass hier irgendwer mitlauscht (Viren, Spy-Software, Keylogger, etc.) gibt es dazu einige Vorkehrungen, die du betreiben kannst.

  1. Lade die Webseite herunter und rufe die Webseite offline auf. Die Funktionalität der Website wird durch das Herunterladen nicht verändert. Dies machst du, indem du irgendwo auf der Website von Bitadress mit der rechten Maustaste klickst und im nun geöffneten Menü auf: „Speichern unter…“
  2. Anschliessend trennst du dein Gerät komplett vom Internet. (WLAN ausschalten + Ethernet Kabel ausstecken. Um ganz sicher zu gehen, kannst du auch deine Netzwerkadapter deaktivieren)
  3. Öffne nun die heruntergeladene Website und fahre mit der Maus zufällig auf der Website rum, damit ein Muster entsteht, welches eindeutig ist und auf der ganzen Welt nur einmal vorkommt.

Danach erscheint die neu generierte Bitcoin Wallet auf deinem Bildschirm und dir wird ebenfalls der Public Key und der Private Key angezeigt. Kopiere den Private Key nicht, da dieser anschliessend auf das Papier gedruckt wird, ansonsten nützt dir das ganze nichts. Den Public Key hingegen kannst du beliebig kopieren und an Personen weitergeben, die dir Bitcoins senden möchten. Der Public Key dient hier als eine Art Kontonummer, die jeder wissen darf.

Public Key (Share)

  • Kann beliebig kopiert werden
  • Wird von Personen benötigt, welche dir Bitcoins senden möchten
  • Ist öffentlich
  • Ändert sich nie

Private Key (Secret)

  • Muss sicher aufbewahrt werden
  • Ist der Schlüssel um auf die Bitcoins in der Wallet zu zugreifen.
  • Darf nie weitergegeben werden!
  • Kann bei Verlust nicht wiederhergestellt werden

Unter dem Menüpunkt „Paper Wallet“ werden dir die Wallets angezeigt, welche du dann ausdrucken kannst.

 

Wie versende und erhalte ich Bitcoins mit einer Bitcoin Paper Wallet?

Um Bitcoins zu erhalten reicht es, wenn du deine Bitcoin-Adresse dem Absender mitteilst. Den Kontostand kannst du z.B. auf Blockchain.info öffentlich einsehen.

Um Bitcoin zu senden, kannst du auf Blockchain.info eine neue online Wallet erstellen und dann deinen Private Key von der Paper Wallet importieren. So hast du Zugriff auf das ganze Guthaben deiner Paper Wallet.

Wichtiger Hinweis: Wenn du deinen privaten Schlüssel einmal in irgendeiner Form mit dem Internet in Verbindung gebracht hast, dann ist dein Bitcoin Paper Wallet nicht mehr sicher! Falls dieses Szenario einmal eintrifft, erstelle am Besten eine neue Paper Wallet – es kostet ja nichts 🙂

 

Bitcoin-Wallet mit Ledger Nano s

Die virtuelle Währung Bitcoin verbreitet sich immer weiter. Noch ist Bitcoin als Zahlungsmethode nicht alltäglich, aber es gibt immer wieder Möglichkeiten die Kryptowährung auch im Alltag einzusetzen. In manchen Onlineshops kann mit Bitcoin bezahlt werden, es gibt erste Startups, die Bitcoin als Zahlungsmöglichkeit in den lokalen Handel bringen, kurzum: Wer Bitcoin gerne ausprobieren möchte, wird schnell fündig. Doch wie erstelle ich eine eigene Bitcoin Wallet, welche auch sicher gegen Angriffe von Drittpersonen ist?

Ledger Nano s

Aktuell die sicherste Methode Bitcoins zu lagern, ist die einer Hardware Wallet von Ledger. Die Private-Keys befinden sich auf einem isolierten Cold-Storage  und sind dadurch gut gesichert, da sie auch bei einer Anmeldung in die Wallet nie den Wechselträger verlassen. Zudem bietet Ledger die Möglichkeit, auch Altcoins zu speichern.  Hier eine Auflistung aller Coins, die das Modell Nano s von Ledger unterstützt:

  • Bitcoin (BTC)
  • Bitcoin Cash (BCH)
  • Bitcoin Gold (BTG)
  • Ethereum (ETH)
  • Ethereum Classic (ETC)
  • Litecoin (LTC)
  • Dogecoin (DOGE)
  • Zcash (ZEC)
  • XRP (Ripple)
  • Dash
  • Startis (Strat)
  • Komodo (KMD)
  • Ark
  • Expanse (EXP)
  • Ubiq (UBQ)
  • Vertcoin (VTC)
  • Viacoin (VIA)
  • Neo
  • Stealthcoin (XST)
  • Stellar (XLM)
  • Hcash (HSR)
  • Digibyte (DGB)
  • Qtum
  • PivX

Die Hardware-Wallet kann in der Schweiz beim offiziellen Ledger Reseller Bitconsult für 110 CHF gekauft werden. Hier geht es zum Produkt… 

Durch die einfache Bedienung und die vielfachen Tutorials, wie Ledger Nano s eingerichtet wird, ist eine schnelle Nutzung garantiert.

PIN Abfrage

Das Modell Nano s verfügt ausserdem über einen eingebauten Display. So wird bei jeder neuen Verwendung eine PIN abgefragt, welche man mit den 2 Tasten oberhalb des Gerätes eingibt. Auch bei einem Verlust ist so sichergestellt, dass niemand ausser der Besitzer der Wallet Zugriff auf die Coins hat.

Was ist eine Blockchain?

Jeder redet davon, wenn es um das Thema Kryptowährungen geht, weisst du jedoch, was eine Blockchain genau ist? Ich versuche dir in diesem Post das Thema Blockchain zu erklären, dir die Vor- und Nachteile von dieser Technologie und den täglichen Nutzen näher zu bringen.

Problematik Vertrauen

Der Grundgedanke, eine Technologie wie Blockchain zu entwickeln, begann sicherlich mit den Fragen: Wem kann ich Vertrauen? Wie kann Vertrauen hergestellt werden, ohne eine zentrale Instanz zu benötigen? Wer soll eine Transaktion von A zu B bescheinigen? Wie kann Konsensus erzeugt werden?

Denn genau um das geht es hier bei dieser Technologie. Man erschafft eine neue Währungseinheit (ich nehme hier in diesem Post als Beispiel Bitcoin) und sendet von seinem Konto aus 1 Bitcoin (BTC) an Person B, wer bestätigt nun, dass die Person A 1 BTC an Person B gesendet hat?

Zentrale Instanzen – Banken

So kennen wir es bis jetzt: Die Bank hat die Aufsicht. Sie bestätigt meine Transaktionen und dient als vertrauliche Drittperson. Zudem überprüft sie auch das aktuelle Guthaben des Senders, ob er auch das Geld auf dem Konto hat, um diese Transaktion auszuführen.

Die Bank bestätigt in diesem Beispiel:

  • Person A verfügt über das benötigte Guthaben für die Transaktion
  • Die Transaktion ist erfolgt -> Geld ist jetzt bei Person B
  • Genau diese Transaktion wurde nur einmal ausgeführt

Zentrale Instanz fällt weg

Bei der Blockchain fällt genau diese Vertrauensbasis einer Bank weg. Ich kann also eine Transaktion ausführen und benötige dabei keine Banken mehr. Das Prinzip ist ganz einfach: Anstelle einer zentralen Bank, welche die Transaktion bestätigt, bestätigen nun alle Teilnehmer des gesamten Bitcoin-Netzwerkes meine Transaktion. Das System wird also dezentralisiert.

Je mehr Teilnehmer die Transaktion bestätigen, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass diese wirklich passiert ist.

Beispiel einer Transaktion im Bitcoin-Netzwerk

Person A möchte Person B 0.5 Bitcoin senden. Dafür benötigt Person A den Public Key (Kann mit der Kontonummer verglichen werden) von Person B. Dieser Key kann wie folgt aussehen:

1Cot4PMgHobwY2fRGYGKAKCBDj9ZmSUsbe

Diese Transaktion von Person A zu Person B wird nun in einem sogenannten Block im Bitcoin-Netzwerk abgespeichert. Ein Block enthält also viele solche Transaktionen:

Sobald nun der Block abgearbeitet wurde, entsteht ein neuer Block, welcher auf den vorgängigen Block referenziert, damit eine endlose Kette von Blöcken entsteht. Diese Reihe von Blöcken wird dann eine Blockchain genannt.

Opensource

Jede bisher getätigte Transaktion ist voll umfänglich einsehbar und kann unter: https://blockchain.info/ überprüft werden.

Wie Sie sehen, ist die Blockchain Technologie eine ausgeklügelte Technik um einen Konsensus über eine Tätigkeit herzustellen, ohne den Gebrauch einer zentralen Instanz und mit ihrer Transparenz praktisch unangreifbar für Manipulationen.

Vorteile 

  • Dezentral und somit enorm weniger angreifbar als eine einzelne zentrale Instanz
  • 24h verfügbar
  • Transparenz
  • Geringe Transaktionskosten weltweit
  • Nutzer gesteuertes Netzwerk
  • Geschwindigkeit einer Transaktion (bei Bitcoin z.B. 10-60 Minuten)

Nachteile 

  • Skalierung
  • Datendurchsatz bei grossen Datenmengen
  • Energieverbrauch

 

Bitcoin-Preis 2018 bei 5’500$ und 55’000$

Es gibt immer wieder Spekulationen, wenn es um den Bitcoin Preis gibt. Fakt ist jedoch: Man kann den Bitcoin sowie andere Altcoin Preise nicht vorhersagen, da niemand von uns in die Zukunft blicken kann. Was jedoch sehr wohl möglich ist, ist eine Analyse der aktuellen Blockchain Technik und der Preis einer Kryptowährung mit dem aktuellen Wert zu vergleichen, denn der Preis passt sich (mehr oder weniger) immer dem tatsächlichen Wert an.

Wert von Kryptocoins

Nun bei Kryptowährungen ist es sehr schwierig, den tatsächlichen Wert eines Coins zu bestimmen. Dies kann durch mangelnde Informationen, Täuschungen, nicht zureichendes Technikwissen oder ganz einfach durch Falschaussagen verursacht werden. Deshalb ist es immer wichtig, dass man seine eigenen Recherchen zu den einzelnen Coins macht und sich nicht durch Drittpersonen irritieren lässt. Eine schöne Abkürzung bringt es hier auf den Punkt: DYOR (Do your own research)

Also: Wie bestimmen wir nun einen Wert? Früher war das sehr einfach. Nehmen wir als Beispiel die Firma XY, die Gebäude, Fahrzeuge etc besitzen, also Sachwerte. Vergrössert sich nun die Anzahl dieser Sachwerte, vergrössert sich auch der Wert einer Firma. (Natürlich gibt es nicht nur Sachwerte, hier nur als Beispiel) Nun mit Bitcoin ist das relativ schwierig, da Bitcoin keine Sachwerte bis auf die Miner hat. Also nichts zum „anfassen“, nichts materielles.

Beispiel Facebook

Auch hier gibt es nicht wirklich viele Sachgüter, die zur Werterhöhung des Unternehmens beitragen könnte. Die Plattform „Facebook“ jedoch hat einen enorm hohen Wert. Man ist also gezwungen, die Wertbestimmung eines Unternehmens zu überarbeiten und die virtuellen Technologien in die Wertbestimmung einzufliessen.

Wenn man nun diese Technologien und dessen Nutzen sieht, wird eine Wertbestimmung erst möglich. Nun die Frage: Welche Technologien bringt Bitcoin 2018 diese Werterhöhung?

Bitcoin Lightning Network

Um das Lightning-Netzwerk zu verstehen, müssen wir beim Bitcoin-Netzwerk anfangen. Nämlich bei der Tatsache, dass dieses ein Broadcast-Netzwerk ist, was bedeutet, dass jeder Knoten jede Transaktion empfangen, validieren und speichern muss. Das hat seinen Sinn, ist aber offenkundig fürchterlich ineffektiv.

Stellt euch vor: Eine Gruppe von Schülern muss zusammen 5 Mathe-Aufgaben lösen, und jeder rechnet alle fünf Aufgaben durch. Derjenige, der als erstes die Aufgaben korrekt gelöst hat, wird mit einer Belohnung versehen. Da dieses System jedoch sehr Zeitintensiv ist, dauert eine Bitcoin Transaktion von Sender A zu Empfänger B relativ lange. Zudem ist die Bitcoin Blockchain vorgegeben und kann nicht verändert werden, sprich: Bitcoin ist nicht skalierbar.

 

Das Lightning-Netzwerk skaliert super

Das Lightning-Netzwerk, um das es im Folgenden geht, räumt nun mit genau diesem Problem auf. Es bildet nämlich ein Netzwerk von Payment-Channels, die eine Transaktion nur von dem, der sie sendet, zu dem schickt, der sie empfangen soll. Das heißt, wenn ich jetzt Geld an Martin überweise, muss das nicht auf jedem Knoten im Bitcoin-Netzwerk gespeichert werden, sondern prinzipiell nur auf meinem und Martins Knoten. Das beseitigt mit einen Streich einige gravierende Schwächen des Bitcoins:

  • Privatsphäre: Beim Bitcoin notiert jeder, was jeder macht. Blockchain-Analysen sind möglich und beeinträchtigen die Privatsphäre massiv. Wenn jedoch jeder nur die Transaktionen liest und speichert, die für ihn wichtig sind, verrät die Blockchain nichts über das Geld anderer Leute.
  • Geschwindigkeit: Eine Bitcoin-Transaktion kann zwar fast augenblicklich gesehen werden, wird aber erst nach einigen Minuten bis einer Stunde bestätigt. Bis dahin ist es möglich, die Transaktion rückgängig zu machen. Mit dem Lightning-Netzwerk hingegen werden Transaktionen augenblicklich gültig.

Neue Technologie = Werterhöhung

Sieht man nun diese enormen Vorteile, welche das Lightning-Netzwerk mit sich bringt, sehe ich bei Bitcoin eine klare Werterhöhung und zudem steigert sich der Nutzen der Kryptowährung. Wie am Anfang dieses Posts bereits beschrieben: Der Preis passt sich immer dem Wert eines Unternehmens / Technologie an. Deshalb bin ich mir sicher, dass der Bitcoin im Jahr 2018 zwei Preise anstreben wird: 5’500$ und 55’000$.

Warum 5’500$: Zu Beginn des Jahres ist im Kryptobereich jedes mal eine Dürre zu sehen. Dies hat viele Gründe: Steuern die bezahlt werden, Panikverkauf, Korrektur, etc… (Hierzu werde ich einmal einen eigenen Post veröffentlichen) Deshalb sehe ich dies als die „untere Grenze“ von Bitcoin im Jahr 2018.

Warum 55’000$: Wie bereits in diesem Post ausführlich erklärt: Das Lightning-Netzwerk.

Bitcoin: 3 mögliche Gründe die den Preis wieder über 8000 USD gebracht haben

In den letzten Tagen schoss der Bitcoin innerhalb von kürzester Zeit über die 8000 USD Marke hinaus. Zuvor tratt er über mehrere Wochen auf der Stelle. Wir haben 3 Gründe zusammengestellt, die den letzten Ausbruch über die 8k Marke ausgelöst haben könnten.

Amerikanische Krypto-Käufer kommen zurück: US-Käufer kehren zögerlich zurück und warten möglicherweise auf das Ende der US-Steuersaison, um erneut zu kaufen. US-Käufer sind eine der größten Märkte, die dem Kryptomarkt neue Impulse geben können. Derzeit (14. April 2018 16:20) befindet sich der Kurs bei 7954 US-Dollar und damit leicht unter dem Vortageswert.

Japan spielt verrückt: Aus irgendeinem Grund wurde die positive Bitcoin Stimmung von Japan angeführt, bevor sie in den frühen Morgenstunden des westlichen Handels anstieg. Gleichzeitig sank der Anteil der japanischen Yen-Trades von 59% aller Trades auf nur noch 42%, als der Dollar-Markt startete. Da sich Regulierungsängste in Japan langsam legen, wächst vermutlich auch das Interesse an der Kryptowährung wieder.

Automatischer Handel durch Bots: Plötzliche und dramatische Bewegungen sind manchmal das Ergebnis von Algorithmen und bestehenden Orders, die ausgelöst werden. Auch heute, einige Tage nach dem rapiden Anstieg, ist nicht klar, was den starken Anstieg ausgelöst hat. Werden aber gleichzeitig viele Kauforders durch Bots ausgelöst, kann dies auch eine Kaufwelle und damit einen Preisanstieg auslösen.

Ethereum, IOTA und andere Altcoins

Es gibt tausende Kryptowährungen. Viele sind Klone von Bitcoin. Während Bitcoin speziell zum transferieren von Geld konzipiert wurde, gibt es komplexe Systeme welche ebenfalls die Blockchaintechnologie verwenden, aber hauptsächlich zur sicheren und dezentralen Anwendung von Programmen (Verträge) gedacht sind, und die Übertragung von Geld nur als Nebensache anwenden. In dieser Kategorie ist Ethereum an erster Stelle zu nennen.

Andreas Antonopoulos hat Bitcoin und Ether verglichen mit Löwe und Hai (oder umgekehrt). Eine andere Vergleich wäre der eines Löffels mit einem Taschenmesser mit 100 Funktionen. Während Bitcoin für den Austausch von Werten konzipiert ist, ist Ethereum ein System zum Anlegen, Verwalten und Ausführen von Programmen. Gegenüber Bitcoin, der bisher fehlerfrei funktioniert, weist Ethereum eine hohe Komplexität auf und wird weiterhin verbessert. Da Anwender Funktionen programmieren, ist eine riesige Zahl von Verträgen, Funktionen denkbar. Dabei ist zu vermuten, dass insbesondere in einer ersten Zeit, Fehler passieren werden. Reiner Mitteltransfer ist somit die Angelegenheit von Bitcoin und nicht von Ethereum.

Nebst einer Anzahl von Ether-Klonen gibt es eigenständige Kryptowährungen, teilweise ohne Blockchain-Technologie wie z.B. der IOTA.

Einige Kryptowährungen verwenden wohl die Blockchaintechnologie, diskriminieren aber gewöhnliche Anwender/Eigentümer. So lässt z.B. der Ripple (XRP) lediglich wenige Mitglieder des Konsortiums dem hauptsächlich Banken angehören, die Datenbank verwalten (Ripple hat keine Blockchain).

Die Frage welche Kryptowährung die beste Investition ist, kann natürlich nicht beantwortet werden. Da Bitcoin die älteste Währung ist, istt zu vermuten dass ein Investment in Bitcoin weniger riskant als in junge und komplexere Kryptowährungen.

Bitcoin steigt um 17 Prozent

Nach monatelanger Talfahrt steigen Anleger wieder in grösserem Stil bei Bitcoin & Co. ein. Die älteste und wichtigste Kryptowährung verteuerte sich am Donnerstag um bis zu 17 Prozent – so stark wie in den vergangenen vier Monaten nicht – und kostete (vorübergehend) etwas mehr als 8000 Dollar.

Die Indizes auf die Kryptowährungen Ethereum und Ripple gewannen in der Spitze ebenfalls jeweils mehr als zehn Prozent. Ausgangspunkt der aktuellen Rally war Börsianern zufolge die Börse Bitfinex, an der Anleger Wetten auf einen weiteren Kursverfall der digitalen Währungen auflösten.

Kurz vor Weihnachten hatte Bitcoin mit etwa 20’000 Dollar ein Rekordhoch erreicht. In den anschliessenden Wochen fiel der Kurs bis auf knapp 6000 Dollar zurück.